Per auf Hawaii

Manchmal ist es ein komisches Gefühl wenn der große Tag immer näher kommt. Hab ich alles richtig gemacht, passt mein Material? Dieses Jahr muß ich sagen, war mein Gefühl richtig gut. Meine Vorbereitung war spitze und ich hatte das beste Setup was ich mir hätte wünschen können. Schon 1-2 Wochen vorher merkt man die innere Anspannung vor dem großen Tag, trotzdem muß ich sagen war ich ausgeglichen. Ich wusste, ich habe alles getan und fühlte mich richtig gut!

Der Schwimmstart fiel und das erste Hindernis stoppte gleich vor mir und zwar ein Paddler der das Feld in einer Linie halten soll. Hilft alles nix, einfach drüber. Die berühmte Waschmaschine wurde angestellt und es ging von Anfang an Vollgas. Vor mir bildete sich eine große Gruppe die ich leider verpasste. Ein paar Positionen vor mir riss das Loch auf und ich hatte keine Chance wieder heran zu schwimmen. Gut 3/4 der Strecke führte ich eine rund 10 Mann Gruppe über das Meer. Kurz vor Schluß konnten wir noch eine kleinere Gruppe vor uns einholen. Doch schon da wusste ich, es war kein gutes Schwimmen von mir.

Raus aus dem Salzwasser und schnell aufs Rad mit einem 4:30min Rückstand auf die Spitze. Einige gute Radfahrer befanden sich bei mir und ich fühlte mich richtig gut. Leider bemerkte ich gleich zu Beginn, dass mein Radcomputer meinen Powermeter nicht erkannte und ich wusste, jetzt heißt es nach Gefühl zu fahren. Starke Leute wie Sebastian Kienle, Jesse Thomas und Boris Stein sorgten für Tempo. Ich achtete auf meine Ernährung und passte auf, keine Zeitstrafe zu bekommen. Es lief gut. Nach rund 60km sah ich vor mir den Helikopter kreisen und darunter die Spitzengruppe, Wahnsinn. Leider fingen auch in diesem Moment meine Magenprobleme an und meine ganze Flüssigkeit kam wieder heraus. Ruhe behalten, Cola und Wasser trinken und etwas Tempo raus nehmen da auch andere starke Leute platzten. Leider half es nichts und ich konnte nix mehr aufnehmen. Ich kämpfte mich die letzten Kilometer nach Hawi rauf und verlor schon sehr viel Zeit. Ich konnte einfach keine Ernährung zu mir nehmen. Einer nach dem Anderen überholte mich und ich konnte nicht gegen halten. Da wusste ich, das Rennen ist vorbei, da sich auch alles in meinem oberen Bauch gestaut hatte. Mir blieb keine Wahl und ich kämpfte mich Richtung Kona. Ich versuchte zwischendurch noch einmal Druck zu machen, aber die Beine gaben nichts mehr her. Kurz vor Kona wusste ich, ich werde das Laufen nicht starten da es keinen Sinn machen würde. 

Eins ist klar, ich werde wieder versuchen mich für die WM zu qualifizieren und dann werden die Karten neu gemischt.

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